Gafahrenquelle Handy, ist nicht erwiesen...

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Gafahrenquelle Handy, ist nicht erwiesen...

Beitrag von Admin am Sa Jun 21, 2008 10:46 pm

Gefahrenquelle Handy?
Jeder Vierte fürchtet sich vor den Folgen übermäßiger Handystrahlung. Viele Ängste kann das Bundesamt für Strahlenschutz in seiner neuen Studie zerstreuen – aber nicht alle.
Von FOCUS-Online-Redakteurin Helwi Braunmiller

Beliebte Projektionsfläche für Ängste: Handys und Sendemasten80 Prozent der Menschen weltweit haben Zugang zu Mobilfunknetzen, Tendenz steigend. In Deutschland gibt es mehr Handys als Einwohner, allen Sorgen um mögliche negative Folgen für die Gesundheit zum Trotz. Feind Nummer eins: die Sendemasten. Doch gerade die werden ganz zu Unrecht verdächtigt, ist zumindest die überwiegende Meinung von Wissenschaftlern. Die Sendemasten strahlen nur gering. Besonders Handynutzer profitieren von ihnen, denn die Strahlung nimmt ab, je näher man sich zum Sendemast bewegt – ein positiver Effekt. ZUM THEMA
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Handys des Monats:
Sieben neue Modelle im JuniDie Ängste vor der unsichtbaren Gefahrenquelle entbehren meist einer wissenschaftlichen Grundlage. Das zeigt auch die große Studie des Bundesamts für Strahlenschutz, für die Experten 54 Einzeluntersuchungen zu einem Sammelwerk des aktuellen Forschungsstands zusammenfassten. Hauptaussage: Vom Handygebrauch geht keine gesundheitliche Gefahr aus. Einige Fragen muss die Studie jedoch offenlassen. „Zum einen konnte sie die Langzeitsicherheit nicht abschließend klären, zum anderen blieb sie die Antwort auf die Frage schuldig, wie es mit Kindern und Schäden durch die Handynutzung aussieht“, räumt Werner Nording, Pressesprecher des Amtes, gegenüber FOCUS Online ein.

Der Kampf mit den Forschungshürden

Die Forschung zur elektromagnetischen Strahlung kämpft von jeher mit verschiedenen Hürden. „Wir haben einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. Was nach mehr als zehn Jahren Nutzung ist, können wir natürlich noch nicht sagen“, sagt Werner Nording. Das ist nicht dem mangelnden Eifer der Wissenschaftler geschuldet, sondern vielmehr der Tatsache, dass damals der Einzug der Handys in die Haushalte gerade erst zögerlich begann. Die Gruppe der intensiven Langzeitnutzer ist damit zu klein. Darüber hinaus sind Menschen im Alltag unterschiedlich stark elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt und deshalb wissenschaftlich nicht über einen Kamm zu scheren. Zudem ist noch nicht klar, ob der Einfluss der elektromagnetischen Strahlung auf die winzigen elektrischen Ströme im Körper schädlich wirkt. Sie leiten beispielsweise im Gehirn die Signale zwischen den Nerven weiter und begleiten die Verdauung und den Herzschlag. Also bleibt Studien zu dem Thema momentan vor allem die Aufgabe, Häufigkeiten zu eruieren, beispielsweise, ob bestimmte Erkrankungen wie Krebs unter intensiven Handynutzern häufiger vorkommen als sonst. Und da winken die Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz jetzt ab. Jedoch nicht, ohne im zweiten Satz Vorsorgemaßnahmen ans Herz zu legen.

Besonders im Hinblick auf Kinder stößt die Wissenschaft schnell an ihre Grenzen, und die sind ethischer Natur. „Man kann sie nicht einfach in einen Versuch stecken“, erklärt Rüdiger Matthes, der das Forschungsprogramm fachlich begleitet. „Also kann man die Untersuchungen nur mit Modellen machen – da bleibt immer die Frage, wie genau sie sind.“ Knackpunkte sind die Körpergröße und die physikalische Antennentheorie: Bei bestimmten Frequenzen ist ein kleiner Körper stärker an das Strahlungsfeld angekoppelt, deswegen sind die Effekte auf den Organismus möglicherweise ausgeprägter.

Keine Senkung der Grenzwerte

Diese Wirkung könnten gesenkte Grenzwerte verringern. Beide Experten halten sie jedoch nicht für angebracht. Denn internationale Gremien der WHO werten weiterhin alle Veröffentlichungen zur hochfrequenten Strahlung aus. So lange die nichts Neues ergeben, bleibt alles beim Alten. So lautet die Botschaft der Studie also vor allem: Nichts Genaues weiß man nicht – und genau deswegen ist Panik nicht angebracht.

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