von Silvia Ohse...

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von Silvia Ohse...

Beitrag von Admin am Mi Okt 08, 2008 1:14 pm

Liebe Freunde,

stellen Sie sich mal vor, Sie hätten jeden Abend ein "Rendezvous" mit Jesus. Rein geistig natürlich - er wäre kurz da, wenige Minuten, und Sie könnten ihm alles erzählen. Wie Ihr Tag war, was Sie erlebt haben, was Sie bedrückt, was Sie sich wünschen ...

Was meinen Sie: Ob ihm gefallen würde, wie Sie Ihren Tag verbracht haben? Oder ob er mahnen würde, doch endlich das umzusetzen, was Sie sich schon wer weiß wie lange vorgenommen haben? Sei es, den kranken Freund zu besuchen ... oder mal wieder ohne Überstunden pünktlich heimzukommen und sich Zeit für die Familie zu nehmen ... oder den Kleiderschrank auszumisten und die Sachen für einen guten Zweck zu spenden ... oder was auch immer Ihnen das Gewissen sagt.

Der Punkt ist: wir brauchen uns das nicht vorzustellen. Jesus ist wirklich da, immer. Und Sie wissen ja: Seine wahre Familie, seine Mutter und seine Brüder sind diejenigen, die nach seinen Geboten leben.

Viktrizius Weiß
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Provinzial, Mystiker, Kapuziner
geboren: 18. Dezember 182 in Eggenfelden, Bayern
gestorben: 8. Oktober 1924 in Vilsbiburg, Bayern

In der Wallfahrtskirche Mariahilf in der bayerischen Stadt Vilsbiburg ist einer der bedeutendsten Kapuziner des bayerischen Raumes beigesetzt: Pater Viktrizius Weiß. Nach seinem Tod am 8. Oktober 1924 war der schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrte Pater zuerst auf dem Klosterfriedhof beerdigt worden. Nachdem die Zahl der Gläubigen, die das Grab von Weiß besuchen wollten, aber immer größer wurde, überführte man den Leichnam 1927 in die Ordenskirche.

Anton Nikolaus Weiß kam am 18. Dezember 1842 in Eggenfelden an der Rott zur Welt, empfing 1866 die Priesterweihe und trat rund zehn Jahre später in Burghausen unter dem Namen Viktrizius dem Kapuzinerorden bei. Er hatte sich das Wort: "Du mußt heilig werden" zum Lebensinhalt gemacht.

Nachdem man die Fähigkeiten des Doktors der Theologie erkannt hatte, wurde er fünfmal hintereinander zum bayerischen Ordensprovinzial ernannt. Unter seiner Führung entstanden zahlreiche neue Klöster, der Kapuzinerorden erlebte unter Pater Weiß in Bayern einen enormen Aufschwung. Achtung und Zuneigung seiner Mitbrüder begleiteten den Pater während seiner gesamten Tätigkeit.

Die letzten 16 Jahre bis zu seinem Tod wirkte Viktrizius Weiß auf eigenen Wunsch als einfacher Seelsorger in Vilsbiburg, geliebt von der Bevölkerung. Schwere körperliche Leiden suchten ihn in dieser Zeit heim, doch in seinem Schmerz wurden ihm auch viele mystische Gnadenbeweise zuteil. Sein Tod 1924 wurde von allen, die ihn kannten, zutiefst betrauert.

Schon zu Lebzeiten stand der bescheidene Kapuzinerpater im Ruf der Heiligkeit. Der Seligsprechungsprozeß für Viktrizius Weiß steht kurz vor seinem Abschluß.


Zuletzt von Admin am Di Okt 14, 2008 12:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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von Silvia Ohse

Beitrag von Admin am Di Okt 14, 2008 12:45 pm

Liebe Freunde,

bleiben wir ein drittes Mal bei dem Thema: Gott als Mensch. Wie mag es wohl gewesen sein, ein solches göttliches Kind in der Familie zu haben?

Ob unsere Vorstellungen stimmen: die Geburt im Stall, all das, was wir in der Weihnachtsgeschichte so erfahren haben ... und vor allem: Wie ging es dann weiter? Hat Jesus als Kind irgendetwas Besonderes getan - vielleicht früh gesprochen oder Wunder gewirkt?

Warum die Flucht nach Ägypten, wenn er als allmächtiger Gott auch seine Feinde hätte unschädlich machen können, und wie hat die Familie dort gelebt? Konnte man sich daran "gewöhnen", Gottes Sohn im Haus zu haben - oder konnte man es gar vergessen? Nach dem Motto: Ach ja, stimmt ja ... wir haben ja ein ganz besonderes Kind.

Tausend Fragen tauchen auf, wenn man darüber nachdenkt. Doch Sie können sich denken, dass ich Sie nicht neugierig mache, ohne eine Lösung für Sie in der Hinterhand zu haben. Sie heißt wieder mal: die Kundgaben an Lorber. Lesen Sie hier "Kindheit und Jugend Jesu":

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters,
sende jetzt Deinen Geist über die Erde.
Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker
und ganz besonders in unseren Herzen,
damit wir heute Deinem Reich ein Stückchen näher kommen.
Amen.
Herzliche Grüße

Silvia Ohse

http://www.disk-plus-buch.de/jl/0/inh-vz/0-kjug1.htm




Zuletzt von Admin am Mi Okt 15, 2008 7:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Terese von Avilla...von Silvia Ohse

Beitrag von Admin am Mi Okt 15, 2008 10:44 am

Liebe Freunde,

Mystiker ... was meinen Sie: Ob die immer so auffallen wie unsere heutige Tagesheilige? Bei ihr war es heftig und deutlich sichtbar. Aber muss das immer so sein? Kann ein solches Geschehen nicht auch unauffällig und verborgen vor sich gehen?
Ich möchte wetten, auch unter uns Himmelfreunden sind ein paar Mystiker ...
Doch nun weiter zur Lebensgeschichte der Theresia, denn heute gibt es viel zu schreiben für mich und zu lesen für Sie:
Theresia von Ávila (von Jesus)
------------------------------
Ordensgründerin der Unbeschuhten Karmeliten, Mystikerin, Kirchenlehrerin
geboren: 28. März 1515 in Ávila, Spanien
gestorben: 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes, Spanien
Patronin von Spanien; des Erzbistums Mexiko; von Ávila, Alba de Tormes und Neapel; aller Karmelitergenossenschaften; der spanischen Schriftsteller (1965); in geistlichen Nöten; um die Gnade, beten zu können; für ein innerliches Leben; der Bortenmacher; gegen Herz- und Kopfleiden

Theresia von Ávila - dieser Name steht für ein einzigartiges Leben. Es ist das Leben einer Frau, die das Ordenswesen wie keine andere beeinflußt hat, die vielleicht die größte Mystikerin aller Zeiten war und von der Papst Pius X. einmal sagte, sie sei die Meisterin der Psychologie der Mystik. Einer der Nachfolger von Pius auf dem Stuhl Petri, Papst Paul VI., erhob diese großartige Frau am 29. September 1970 zur Kirchenlehrerin - eine Ehre, die außer Theresia nur noch der heiligen Katharina von Siena zuteil wurde.

Ávila, die Geburtsstadt von Theresia im Süden von Salamanca, ist die höchstgelegene Stadt Spaniens (1130 Meter). Als Tochter von Alfonso Sanchez de Cepeda und seiner Frau Beatrix de Ahumada erblickte Theresia hier am 28. März 1515 das Licht der Welt. In der Kirche San Juan steht bis heute das Taufbecken, über dem Theresia das Sakrament der Taufe empfing. Wie es damals üblich war, erhielt das Kind dabei den Namen der Mutter, Ahumada. Schon während der Kindheit war das Mädchen anders als seine Geschwister: temperamentvoll, oft stürmisch. Theresia selbst drückte es später einmal so aus: "Wir waren drei Schwestern und neun Brüder, alle waren sie wie die Eltern tugendhaft, ich allein ausgenommen. Dennoch war ich meinem Vater die liebste."

Schon als kleines Kind war Theresia fasziniert von den Berichten über Christen, die bereit gewesen waren, ihres Glaubens wegen den Tod zu erleiden. Als sie sieben Jahre alt war, verließ Theresia mit ihrem älteren Bruder Rodrigo heimlich das Elternhaus, um - so wünschte sie es sich - bei den Mauren den Martertod zu sterben. Doch das Kind wurde gefunden und zurückgebracht.

Der Tod der Mutter 1527 war für die zwölfjährige Theresia ein kaum verwindbarer Schlag. In ihrer Verzweiflung weihte sie sich der Gottesmutter. Im Jahr 1531 übergab der Vater das Mädchen den Augustinerinnen in Ávila zur Erziehung. Während einer längeren Krankheit las Theresia die berühmten Briefe von Hieronymus. Ihre Entscheidung war danach gefallen: Am 2. November 1535 trat die 20jährige in das Karmelitenkloster Zur Menschwerdung in ihrer Heimatstadt ein.

Das Leben hatte für Theresia schwere Prüfungen vorgesehen. Nicht lange nach ihrer Profeß erkrankte die junge Ordensfrau schwer, lag vier Tage im Koma und war danach teilweise gelähmt, dann Jahre gehbehindert. Es kam zu den ersten, mystischen Erlebnissen und 1539, angesichts eines Bildes vom leidenden Christus, zur "endgültigen Bekehrung", wie Theresia es später selbst nannte. In der Folgezeit häuften sich die Ekstasen. Theresia geriet immer mehr in das Licht der Öffentlichkeit, wurde zum Mittelpunkt heftig geführter Auseinandersetzungen. In ihrem Kloster bildete sich eine immer stärker werdende Opposition gegen sie, der Leitung des Ordens erschien sie nicht glaubwürdig. Berühmte Kirchenmänner jener Zeit aber hoben Theresias mystische Erlebnisse hervor, so auch Franz von Borja.

Im Jahr 1560 gab es wieder ein einschneidendes Erlebnis. Die inzwischen 45 Jahre alte Theresia hatte eine Vision der Hölle. Tief erschüttert, schwor sie, von diesem Tag an nach absoluter Vollkommenheit zu streben. Immer mehr kam Theresia zu der Erkenntnis, daß die Regel innerhalb des Karmeliterordens nicht mehr genügend ernst genommen wurde. Ja, sie erklärte öffentlich, "daß es für Eltern besser wäre, ihre Töchter zu verheiraten, als sie in Klöster ohne Zucht eintreten zu lassen".

Dies war die Geburtsstunde der Kongregation der Unbeschuhten Karmeliten. Zusammen mit Gleichgesinnten, unter ihnen Petrus von Alcántara, Ordenserneuerer der Franziskaner und wichtiger Ratgeber Theresias, gründet die Karmelitin in Ávila das erste Kloster eines Reformordens. Man schrieb das Jahr 1562, das Kloster trug den Namen des heiligen Joseph. Der Papst und der Bischof von Ávila hatten die offizielle Genehmigung zu dieser Gründung erteilt. Doch nicht nur sie, auch der General des Karmelitenordens kam persönlich und sprach Theresia sein Wohlwollen aus. Die Absicht Theresias, die sich von nun an "von Jesus" nannte, war es, innerhalb des Karmelitenordens Eremitenklöster zu schaffen, Klöster mit weitaus strengeren Regeln, als sie bis dahin in den Klöstern der Beschuhten Karmeliten üblich war. Die Abneigung der Beschuhten und bösartige Angriffe waren ihr daher von Anfang an sicher. Doch ein zweites päpstliches Dekret unterstützte ihr Reformwerk.

Und noch jemand stand Theresia von Jesus in jenen Jahren treu zur Seite: Der Karmelit Johannes vom Kreuz. Ihn hatte die Ordensgründerin 1568 kennengelernt und schnell von ihrer Arbeit überzeugt. Johannes, der eigentlich zum strengen Kartäuserorden übertreten wollte, engagierte sich schon bald in ähnlichem Maß wie Theresia für die Reform des Karmelitenordens. Er war es, der den männlichen Zweig der Ordensgemeinschaft erneuerte. Wie Theresia mußte auch Johannes vom Kreuz viel Mißgunst und Neid erfahren, der Haß der Beschuhten Karmeliten schlug auch ihm entgegen. Im Jahr 1577 wurde er sogar für neun Monate eingekerkert.

Unter teilweise dramatischen Umständen gründeten Theresia und Johannes vom Kreuz insgesamt 17 Frauenklöster und 15 Männerklöster. Theresia schrieb darüber später eines ihrer berühmtesten Werke: "Das Buch der Gründungen". Die inzwischen berühmte Ordensfrau reiste in Erfüllung der sich selbst auferlegten Mission durch ganz Spanien und wurde zur großen Organisatorin und Predigerin und zum Vorbild vieler Gläubigen. Immer wieder überfielen sie aber auch Ekstasen und Visionen von unvorstellbarer Heftigkeit.

Theresia von Jesus erlebte mystische Zustände in all ihren Höhen und Tiefen. Ihre große - und unvergängliche - Berühmtheit erlangte die Mystikerin durch ihre Schriften und Erklärungen über diese Erlebnisse, über die Vereinigungen mit Jesus Christus. Noch niemals zuvor hatte jemand den Bereich der Mystik so ausführlich und deutlich dargelegt und beschrieben wie Theresia von Ávila. Wohl auch niemand mehr danach. Alle ihre Bücher, ob ihre Selbstbiographie oder "Das große Buch von den Erbarmungen Gottes", "Der Weg zur Vollkommenheit" oder "Die Seelenburg" sind, obwohl in ständiger Hast geschrieben, von klassischer spanischer Sprache. Weit über 400 Briefe Theresias wurden später im "Epistolrio" zusammengefaßt. In Spanien nennt man Theresia wegen ihres umfassenden mystischen Werkes "seraphische Mutter" und "Doctora mystica".

Aufgezehrt und erschöpft von ihrem unermüdlichen Wirken und den vielen seelischen und körperlichen Leiden, aber auch von den jahrelangen Angriffen, denen sie ausgesetzt war, starb Theresia von Jesus am 4. Oktober 1582 während einer Visitationsreise in Alba de Tormes. Am Tag zuvor bereits hatte sie die Sterbesakramente empfangen. Der Leichnam der Ordensfrau wurde ungeschützt in der Erde bestattet; als man ihn nach über zwei Jahren wieder ausgrub, war er noch vollkommen unversehrt. Die Gebeine wurden später in das 1571 von Theresia gegründete Kloster in Alba de Tormes übertragen, wo sie bis heute in einem kostbaren Schrein über dem Altar der Klosterkirche ruhen. Die Truhe wurde von Isabella Clara Eugenia gestiftet, der Tochter von Philipp II. Das Städtchen Alba de Tormes, wenige Kilometer südlich von Salamanca, ist noch immer einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte in Spanien.

Papst Gregor XV. sprach Theresia von Jesus am 12. März 1622 heilig (Seligsprechung: 24. April 1614), bereits fünf Jahre zuvor war die große Mystikerin zur Patronin von Spanien ernannt worden. Am Tag der Heiligsprechung legte man Theresias Gedanktag vom 4. auf den 5. Oktober, da am 4. Oktober bereits das Fest des heiligen Franz von Assisi gefeiert wurde. Da jedoch im Jahr von Theresias Tod genau am 5. Oktober der Gregorianische Kalender in Kraft trat, der das laufende Jahr um zehn Tage verkürzte, folgte also auf den 4. Oktober direkt der 15. Oktober. Somit wurde dieser Tag der Gedenktag Theresias. Innerhalb des Karmelitenordens wird das Fest bis zum heitigen Tag am 5. Oktober begangen.

Darstellung:
Theresia von Ávila ist immer im Karmelitinnengewand dargestellt, im braunen Habit mit weißem Mantel und schwarzem Schleier. In der Hand hält sie oft ein Buch oder ein Herz mit der Inschrift IHS. Weitere Attribute, die Theresia auf Abbildungen beigegeben sind: Seraph, Taube, Geißel, Dornen, Pfeil, Schreibfeder und Buch. Häufig wurde die Ordensfrau auch bei einer Vision dargestellt. Auch ein Band mit der Schrift "Misericordias Domini in eternum cantabo" ist oft auf Darstellungen zu sehen. Unterschiedlich wurde das Alter von Theresia gemalt.

Eine der wohl berühmtesten Darstellungen der Theresia von Ávila ist jene am Altar vo Lorenzo Bernini in der Kirche S. Maria della Vittoria in Rom: "Transverberation der heiligen Theresia" (1646). Bekannt ist auch das Deckenfresko von Tiépolo (1725) in der Chiesa degli Scalzi in Venedig (Gloriendarstellung). Mit einem Klostermodell ist Theresia in einer Holzplastik (17. Jh.) im Aachener Suermondt-Museum zu sehen. Im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet sich das Gemälde von Gaspar de Crayer, das den Titel "Die heilige Theresia empfängt von Maria eine Kette und von Joseph einen Mantel" trägt (17. Jh.).

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