Damit das Abenteuer Ehe Erfüllung schenkt, Sinn vermittelt und Freude macht

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Damit das Abenteuer Ehe Erfüllung schenkt, Sinn vermittelt und Freude macht

Beitrag von Admin am Di Jun 24, 2008 11:58 pm

Damit das Abenteuer Ehe Erfüllung schenkt, Sinn vermittelt und Freude macht

Die Bewältigung der zehn wichtigsten Herausforderungen

OSNABRÜCK, 27. Mai 2008 (ZENIT.org).- Im Ehepartner Gott sehen: Jutta und Ulrich Hoffmann, Ehe- und Familienseelsorger in der Diözese Augsburg, haben in ihrer Werkstatt: Einführung in den EhePaarCours im Familienzentrum des 97. Deutschen Katholikentages Ehepaaren und allen, die es werden wollen, konkrete Hilfestellungen für das Gelingen ihrer Partnerschaft aufgezeigt.

Zehn Herausforderungen, die auf Untersuchungen der amerikanische Psychologin Judith E. Wallerstein basieren, wollen gemeistert werden. Ihre Bewältigung kennzeichne eine glückliche Ehe. Wir veröffentlichen Ausschnitte aus dem vorgestellten Lernprogramm, das darauf abzielt, dass „das Abenteuer Ehe Erfüllung schenkt, Sinn vermittelt und Freude macht“.

Zehn Herausforderungen
für eine glückliche Ehe


1. Beziehungen aus der Vergangenheit abschließen - sich von der Herkunftsfamilie trennen und eine neue Verbundenheit mit dieser schaffen.

2. Gemeinsamkeit - die "Identität unserer Ehe" - aufbauen.
Wie eine Ellipse um zwei Pole dreht sich ein glückliches Leben: Zum einen gilt es, einen klaren Sinn für "unsere Ehe" zu entwickeln, und zum anderen gilt es in deutlicher Abgrenzung dazu, dass jede Ehepartnerin und jeder Ehepartner ihre und seine eigene Individualität ebenso achtet und betont wie die ihres/seines Partners. Miteinander Ehe leben lernen heißt hier, das Bewusstsein für die Zweisamkeit wachsen lassen.

3. Herstellung einer liebevollen und befriedigenden sexuellen Beziehung.
In engem Zusammenhang mit der ehelichen Identität steht die Herausforderung, eine liebevolle sexuelle Beziehung herzustellen und sie so zu schützen, dass der gegenseitige Reiz, der das Paar einmal zusammenbrachte, von Dauer sein kann.

Die Liebe mit Leib und Seele ist von grundlegender Bedeutung für die Ehe, von Anfang an bis ins hohe Alter. Die körperliche Liebe ist der ganzheitlichste und tiefste Ausdruck der Liebe zwischen den Partnern. Wer seine Partnerin / seinen Partner mit Leib und Seele beglückt, macht eine der schönsten Liebeserfahrungen und eines der schönsten Liebesgeschenke.

4. Wenn Kinder da sind: Die Elternrolle annehmen, ohne die Partnerschaft zu vernachlässigen.
In einer guten Ehe gelingt es den Ehepartnern, Raum für das Kind oder die Kinder zu schaffen. Gleichzeitig aber erlauben sie es den Kindern nicht, die Kontrolle über die Ehe zu übernehmen. Die Aufmerksamkeit darf nicht uneingeschränkt ausschließlich dem Kind gelten, sondern muss aufgeteilt werden zwischen Kind und Ehepartner.

5. Krisen des Lebens gemeinsam meistern.
Auch in einer glücklichen Ehe herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Die Herausforderung ist, eine Beziehung aufzubauen, in der Meinungsverschiedenheiten wie auch tiefere Konflikte und blanke Wut auf den Partner einen sicheren Platz haben. Die Vorstellung von einer konfliktfreien Ehe ist ein Widerspruch in sich selbst. Kompromisse und gute Kommunikation sind wünschenswert und außerordentlich hilfreich, doch können sie den eigentlichen Zusammenprall der Interessen nicht verhindern.

6. Raum für Streit schaffen - faires Streiten.
Meinungsverschiedenheiten und sogar Streitigkeiten gehören zum Alltag der Ehe. Auseinandersetzungen sollen nicht unter den Teppich gekehrt werden, denn von dort kommen sie eines Tages wieder als Explosionen hervor. Streiten, als Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansichten, kann auch verbinden. Beim Streit wird die Partnerschaft erprobt.

Jedes Paar hat seine eigenen Regeln, wie es Konflikte austrägt. Die einen verabreden, jeden neuen Streitpunkt entweder innerhalb von 48 Stunden zur Diskussion zu stellen oder lieber ganz darauf zu verzichten. Die anderen verwehren sich dagegen, längst beigelegte Streitigkeiten wieder aufzuwärmen. Eine Reihe von Ehepaaren geht niemals zornig zu Bett: Erst wird der Streit anständig ausgetragen, dann geschlafen.

7. Kreativität und Phantasie: Gemeinsam lachen und Langeweile vermeiden.
Alles, so auch die Ehe, kann zur Routine erstarren. Man braucht hin und wieder Impulse, einen neuen Anfang auf bestimmten Gebieten zu setzen. Wer allzu lange passiv in der Ehe bleibt und alles "auf sich zukommen lässt" oder "alles nimmt, wie es kommt", der braucht sich nicht zu wundern, wenn die Ehe allmählich "fade" wird und "man sich satt hat". Für glückliche Paare spielt der Humor eine wichtige Rolle in ihrer Beziehung. Womit nicht gemeint ist, dass sich diese Paare fortlaufend Witze erzählen, sondern dass sie eine intime, humorvolle Art des Umgangs miteinander pflegen. Die Alltagsweisheit "Was sich liebt, das neckt sich", spricht hier sicherlich etwas sehr Wahres aus.

8. Einander Geborgenheit schenken.
Die achte Herausforderung für eine glückliche Ehe ist, sich gegenseitig Geborgenheit und Unterstützung zu geben, Raum zu schaffen für Abhängigkeit, Versagen, Enttäuschung, Trauer, Krankheit und Älterwerden. Kurz: In einer guten Ehe dürfen die Partner sich verletzlich zeigen. In einer Beziehung, die diese Aufgabe nicht bewältigt, "verhungern" die Paare emotional. Sie bekommen keinen Rückhalt, die täglichen Anforderungen zu erfüllen, sich den Härten des Lebens zu stellen.

9. Ausgewogenheit zwischen Idealisierung und Realität.
Eine neunte Herausforderung will bestanden sein, wenn die Ehe auf Dauer glücklich sein soll: Auf dem Prüfstand steht die Fähigkeit der Partner, ein zweischichtiges Bild vom anderen aufrechtzuerhalten. Es gilt, die Idealisierung des Partners aus der Werbungsphase der Beziehung zu pflegen und zugleich die Veränderungen der Person realistisch einzuschätzen.

10. In der Partnerin / im Partner Gott sehen.
Wer seine Ehe bewusst unter den Segen Gottes stellt, wird mit ihm als drittem im Bunde Kontakt halten. Ohne die Erfahrung, von ihm gehalten zu werden, wird man sich auch in Notfällen kaum an ihn wenden. Hier hat jeder Partner eigene Wünsche und Verletzlichkeiten. Man sollte einander Raum geben für diese Eigenheiten und dort, wo es möglich ist, auch gemeinsam beten.

Danken und Bitten im Gebet sind wichtige Grundübungen in jeder Partnerschaft - auch der mit Gott -, denn das Gute, das wir geben können und empfangen, ist nicht selbstverständlich.

http://www.kirche.tv/Default.aspx?tabid=178

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